Glossar

A
Achsdiagramm
Synonym:
Achskurven

Ein Achsdiagramm stellt Achsbewegungen über die Zeit bzw. den Programmablauf grafisch dar.

Im Kontext der NC-Code-Simulation dient das Achsdiagramm dazu, Bewegungen der Maschinenachsen sichtbar zu machen und Auffälligkeiten früh zu erkennen. Das unterstützt die Prüfung, ob Achsbewegungen plausibel sind und ob kritische Bereiche (z. B. starke Achssprünge) auftreten. In der CAM-Prozesskette ist das typischerweise Teil der Analyse nach dem Postprozessorlauf. Es ergänzt die Kollisionsprüfung, indem es Bewegungscharakteristik statt Geometriekontakt betrachtet.

Achslimit
Synonym:
Achsgrenze

Ein Achslimit ist eine festgelegte Bewegungsgrenze einer Maschinenachse.

In der Simulation auf NC-Code-Basis wird geprüft, ob Achsen ihre zulässigen Verfahrwege überschreiten. Das ist wichtig, weil ein korrekt berechneter Werkzeugweg im CAM sonst dennoch zu Maschinengrenzwertverletzungen führen kann. Achslimits hängen von der jeweiligen Maschine und ihrer Konfiguration ab. In der Praxis ist das ein zentraler Prüfschritt vor der Freigabe einer NC-Datei.

Anlageneffizienz
Synonym:
Overall Equipment Effectiveness (OEE)

Anlageneffizienz beschreibt, wie effektiv eine Anlage ihre geplante Produktionszeit in wertschöpfenden Output umsetzt. In der Praxis wird sie häufig über die Kennzahl OEE gemessen, die Verfügbarkeit, Leistungsgrad und Qualitätsrate zu einem Gesamtwert kom

Die Anlageneffizienz wird aus Statuszeiten und Mengenarten abgeleitet und benötigt sauber definierte Zustände wie Rüsten und Stillstand sowie einheitliche Zeitregeln. Sie wird steuerbar, wenn Verluste über Ursachen-Codes wie Störung, Ausschuss und Mikrostopp differenziert und priorisierbar sind. Anlageneffizienz ersetzt keine Detailanalyse, sondern zeigt, wo sich Ursachenanalyse lohnt.

AnyCAD

AnyCAD ist ein Interoperabilitätsansatz in Autodesk Inventor, bei dem nicht-native CAD-Dateien referenziert oder konvertiert werden können, inklusive Update-Mechanismen.

AnyCAD ermöglicht, nicht-native CAD-Daten zu referenzieren oder zu konvertieren und dabei Aktualisierungen nachvollziehbar zu übernehmen. Das unterstützt Workflows mit Kunden-, Partner- oder Lieferantendaten, ohne dass jede Änderung vollständig neu übersetzt werden muss. In der Praxis ist wichtig, ob Geometrie und relevante Eigenschaften erhalten bleiben und wie Updates in bestehende Baugruppenstrukturen einfließen. AnyCAD ist damit ein Baustein, um Interoperabilität prozesssicherer zu gestalten.

Arbeitsschutzmanagement
Synonym:
Arbeitssicherheitsmanagement

Arbeitsschutzmanagement umfasst die systematische Planung, Umsetzung und Kontrolle aller Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitenden vor arbeitsbedingten Gefahren und gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Im CAFM-Kontext unterstützt Arbeitsschutzmanagement die Erfassung, Dokumentation und Auswertung aller relevanten Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und Unterweisungen. Über definierte Prozesse können Prüfpflichten, Wartungsintervalle für Schutzeinrichtungen oder Schulungstermine automatisiert überwacht werden. Das System ermöglicht zudem die Nachverfolgbarkeit gesetzlicher Vorgaben, etwa aus der Betriebssicherheitsverordnung oder Arbeitsschutzgesetzen. Schnittstellen zu Modulen wie Sicherheitsmanagement oder Instandhaltungsmanagement stellen sicher, dass Maßnahmen koordiniert und dokumentiert werden.

Arbeitsvorratsliste
Synonym:
Arbeitsvorrat

Eine Arbeitsvorratsliste ist eine Liste von verfügbaren Arbeitsgängen/Aufgaben, die einem Arbeitsplatz oder Mitarbeitenden zur Bearbeitung bereitstehen. Sie dient als strukturierter Einstieg in die Ausführung.

Eine Arbeitsvorratsliste stellt ausführbare Arbeitsgänge sowie Aufgaben strukturiert bereit und beeinflusst damit direkt die Datenqualität durch einen klaren Startpunkt und eine eindeutige Zuordnung. Sie erfordert definierte Filter- und Sortierlogik wie Priorität, Maschine und Materialverfügbarkeit wie auch Regeln für Sperrungen, etwa bei fehlender Freigabe. Arbeitsvorratsliste ist keine Feinplanung, sondern eine operativ bereitgestellte Auswahlliste.

Asset Management
Synonym:
Anlagen- und Immobilienmanagement

Asset Management bezeichnet die strategische Verwaltung von Vermögenswerten, insbesondere Immobilien und technischer Anlagen, zur Sicherstellung von Werterhalt und optimaler Nutzung.

Ein CAFM-System bildet sämtliche Assets – von Gebäuden über technische Anlagen bis hin zu mobilen Ausstattungen – strukturiert ab. Es unterstützt die Analyse von Lebenszykluskosten, die Planung von Investitionen sowie die Bewertung der Nutzungseffizienz. Asset Management im CAFM integriert Daten aus Flächen-, Instandhaltungs- und Kostenmanagement, um fundierte Entscheidungen über Sanierung, Modernisierung oder Ersatz zu ermöglichen. Durch Reportingfunktionen lassen sich Kennzahlen zur Performance und Auslastung von Assets jederzeit abrufen.

Audit-Trail
Synonym:
Änderungsprotokoll

Ein Audit-Trail ist ein nachvollziehbares Protokoll von Ereignissen und Änderungen und dokumentiert, wer was wann getan hat. Er dient der Prüfbarkeit und Compliance.

Ein Audit-Trail protokolliert relevante Aktionen und Änderungen mit Nutzer- und Zeitbezug und muss fachlich zuordenbar bleiben, zum Beispiel zu Objekt, Auftrag und Ressource. Er ist nur belastbar, wenn Korrekturen historisiert werden und Zeitkonsistenz zwischen Datenquellen gewährleistet ist. Audit-Trail ist mehr als ein Betriebsprotokoll, weil er Nachweisfähigkeit für Prüfungen adressiert.

Augmented Reality

Augmented Reality (AR) bezeichnet die Erweiterung der realen Umgebung um digitale Informationen oder Objekte, die in Echtzeit eingeblendet werden.

Augmented Reality nutzt reale Umgebungen als Kontext und blendet digitale Inhalte situationsbezogen ein. Im CAD-Umfeld werden dafür typischerweise 3D-CAD-Daten als Grundlage verwendet, um Informationen am realen Objekt oder in dessen Umgebung verfügbar zu machen. Ein Anwendungsfeld ist die Unterstützung von Wartungen oder die Störungsbehebung, bei der zusätzliche Hinweise oder Arbeitsschritte direkt vor Ort eingeblendet werden. Damit AR zuverlässig funktioniert, müssen die zugrunde liegenden Konstruktionsdaten aktuell und eindeutig zuordenbar sein. AR ist von Virtual Reality abzugrenzen, da der Nutzer in der realen Welt bleibt und diese digital erweitert wird.

Ausschussquote
Synonym:
Scrap Rate

Ausschussquote ist der Anteil verworfener Teile an der Gesamtmenge aus Gut- und Ausschussmenge. Je nach Definition kann Nacharbeit in die Gesamtmenge einbezogen werden. Sie ist ein zentraler Qualitäts- und Kostentreiber.

Die Ausschussquote wird belastbar, wenn Ausschuss klar definiert, getrennt gemeldet und mit standardisierten Gründen versehen ist. Diese gewinnt Aussagekraft durch Zuordnung zu Arbeitsgang, Maschine und Zeitfenster, weil damit Ursachen- und Trendanalysen möglich werden. Zudem ist sie ein Steuerungsindikator und ersetzt keine Qualitätsprüfung.

B
Bauprojektcontrolling
Synonym:
Projektcontrolling

Bauprojektcontrolling umfasst die Steuerung und Überwachung von Bauprojekten hinsichtlich Kosten, Terminen, Qualität und Ressourcen.

Im CAFM wird Bauprojektcontrolling genutzt, um Bauvorhaben digital zu begleiten – von der Planungsphase über die Umsetzung bis zur Abnahme. Das System erlaubt die Erfassung von Budgets, Vergaben, Baufortschritten und Nachträgen. Schnittstellen zu Kosten- und Vertragsmanagement ermöglichen eine zentrale Übersicht über Projektstatus und finanzielle Abweichungen. Durch die Anbindung an CAD- oder BIM-Daten können Baufortschritte visuell dokumentiert werden. Ziel ist es, Bauprojekte transparent, effizient und regelkonform abzuwickeln.

Benutzervariablen
Synonym:
User-Variablen

Benutzervariablen sind benutzerdefinierte Werte, die in Parametern und Ausdrücken verwendet werden können.

In CAM-Prozessen helfen Variablen, Standardwerte (z. B. Sicherheitsabstände, Zustellungen) zentral zu steuern, statt sie in jedem Job manuell einzutragen. Sie können lokal oder global eingesetzt werden und sind auch im Kontext Virtuelles Werkzeug relevant, um Werkzeuganforderungen zu formulieren. Dadurch wird Programmierung konsistenter und Änderungen werden einfacher skalierbar. Variablen sind besonders nützlich in automatisierten und regelbasierten Workflows.

Best Fit
Synonym:
Lageabgleich

Best Fit ist eine Funktion zur Ermittlung einer passenden Bauteilposition bzw. Ausrichtung in einem definierten Kontext.

In der NC-Code-Simulation wird Best Fit genutzt, um eine sinnvolle Positionierung des Bauteils zu bestimmen oder zu überprüfen. Das unterstützt insbesondere beim Abgleich von CAM-Daten mit Maschinen- und Spannsituation und hilft, Abweichungen früh zu erkennen. In Prozessketten mit Datenabgleich (z. B. Nullpunkte, Werkzeugdaten) ist Best Fit ein Analysebaustein.

Betreiberverantwortung
Synonym:
Betreiberpflichten

Betreiberverantwortung bezeichnet die rechtliche Pflicht einer Person oder Organisation, den sicheren Betrieb einer Immobilie oder technischen Anlage zu gewährleisten und Gefahren für Dritte zu vermeiden.

Ein CAFM-System unterstützt bei der Wahrnehmung der Betreiberverantwortung, indem es Prüf- und Wartungsintervalle überwacht, gesetzliche Vorgaben abbildet und Nachweise dokumentiert. Dazu zählen etwa Prüfprotokolle für Aufzüge, Brandschutzanlagen oder Elektroinstallationen. Über automatisierte Benachrichtigungen werden Verantwortliche an fällige Maßnahmen erinnert, um Haftungsrisiken zu minimieren. Eine lückenlose Historisierung stellt sicher, dass alle Aktivitäten im Falle einer Prüfung nachweisbar sind.

Betriebsdatenerfassung
Synonym:
BDE

Betriebsdatenerfassung ist die Erfassung produktionsnaher Ist-Daten aus der Fertigung, insbesondere Zeiten, Mengen, Zustände und Gründe, zur Rückmeldung und Auswertung. Sie kann manuell oder teilautomatisiert erfolgen.

Die Betriebsdatenerfassung erfasst Rückmeldungen zu Arbeitsgängen und Aufträgen, zum Beispiel Start, Unterbrechung und Ende sowie Gut-, Ausschuss- und Nacharbeitsmengen, und schließt damit den Regelkreis zwischen Planung und Ausführung. Die Daten speisen Auswertungen sowie Kalkulation und Nachkalkulation und ergänzen Maschinendaten um Kontext wie Störgründe, Nacharbeit oder Bedienerwechsel. Für belastbare Ergebnisse sind Pflichtfelder, Plausibilitätsregeln und saubere Korrekturprozesse entscheidend.

Betriebskostenabrechnung
Synonym:
Nebenkostenabrechnung

Die Betriebskostenabrechnung ist die jährliche Abrechnung der umlagefähigen Nebenkosten eines Gebäudes gegenüber Mietern oder Nutzern.

In einem CAFM-System werden Betriebskostenabrechnungen durch die Integration von Flächendaten, Mietverträgen und Verbrauchswerten erstellt. Das System ermöglicht die automatisierte Verteilung von Kosten gemäß vertraglich festgelegten Umlageschlüsseln. Verbrauchsdaten können aus Energiemanagement- oder Zählerintegrationen importiert werden. Durch transparente Auswertungen lassen sich Abrechnungen nachvollziehbar gestalten und mögliche Einsparpotenziale identifizieren.

BIM
Synonym:
Building Information Modeling

BIM (Building Information Modeling) ist eine digitale Methode zur modellbasierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken.

Im CAFM-Kontext dient BIM als zentrale Datenquelle für den Gebäudebetrieb. Ein BIM-Modell enthält strukturierte Informationen zu Bauteilen, technischen Anlagen und Räumen. Durch die Integration in das CAFM-System können diese Daten für Flächenmanagement, Instandhaltungsplanung oder Energiecontrolling genutzt werden. Der Vorteil liegt in der durchgängigen Nutzung konsistenter Daten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Planung bis zur Stilllegung.

BIM-Integration
Synonym:
BIM-Anbindung

BIM-Integration bezeichnet die Anbindung und Nutzung von BIM-Daten in einem CAFM-System.

Eine BIM-Integration ermöglicht es, Planungs- und Baudaten direkt in die CAFM-Datenbank zu übertragen. Dadurch stehen aktuelle Informationen zu Geometrie, Materialien, technischen Spezifikationen und Wartungsintervallen sofort für den Betrieb zur Verfügung. Typische Anwendungsfälle sind die automatische Übernahme von Raumbüchern, technischen Anlagenlisten oder Flächenklassifikationen. Die Integration reduziert manuellen Erfassungsaufwand und steigert die Datenqualität.

Budgetmanagement
Synonym:
Haushaltsplanung

Budgetmanagement ist die Planung, Steuerung und Kontrolle von finanziellen Mitteln für definierte Aufgaben oder Projekte.

Im CAFM dient Budgetmanagement dazu, Kostenbudgets für den Gebäudebetrieb, Instandhaltungsmaßnahmen oder Projekte festzulegen und deren Einhaltung zu überwachen. Das System bietet Funktionen für Budgetplanung, Reservierungen, Buchungen und Soll-Ist-Vergleiche. Durch die Verknüpfung mit Kostenmanagement, Bauprojektcontrolling oder Vertragsmanagement entsteht eine transparente Finanzsteuerung.

Bundesteilhabegesetz
Synonym:
BTHG

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist ein deutsches Gesetz, das die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärkt und die Eingliederungshilfe neu regelt.

Im Facility Management spielt das BTHG insbesondere bei der Planung, Nutzung und Verwaltung öffentlicher Gebäude eine Rolle, da Barrierefreiheit und Zugänglichkeit gewährleistet sein müssen. CAFM-Systeme können relevante Informationen dokumentieren, z. B. zur Barrierefreiheit von Flächen, zu Umbauten oder zu Belegungsmanagement im sozialen Bereich. Auch Berichts- und Nachweispflichten in Bezug auf die Nutzung von Räumen oder Einrichtungen im Rahmen des BTHG können digital unterstützt werden. Hier geht es insbesondere um die anteilige Berechnung von Kosten für die gemeinsame Nutzung von Verkehrsflächen, Gemeinschaftsräumen usw.

C
CAD-Automatisierung
Synonym:
Engineering-Automatisierung

CAD-Automatisierung bezeichnet das automatisierte Ausführen wiederkehrender Konstruktions- und Ableitungsaufgaben auf Basis von Regeln, Parametern oder Vorlagen.

CAD-Automatisierung adressiert wiederkehrende Engineering-Aufgaben, die regel- oder vorlagenbasiert ablaufen können. Typische Beispiele sind parametergesteuerte Varianten, die automatische Erstellung von Stücklisten sowie das Bereitstellen von Bildern, Zeichnungen oder NC-Daten. In der Projektierung unterstützt Automatisierung insbesondere dort, wo standardisierte Bausteine wiederholt eingesetzt werden und Listen aus dem Modell abgeleitet werden sollen.

CAD-Datenfluss
Synonym:
Durchgängiger Datenfluss

CAD-Datenfluss beschreibt die durchgängige Weitergabe von CAD-Daten und abgeleiteten Informationen entlang von Entwicklung, Planung, Fertigung und Betrieb.

CAD-Datenfluss meint die durchgängige Nutzung von CAD-Daten und abgeleiteten Informationen über Abteilungen und Systeme hinweg (z. B. PDM/PLM, ERP, CAM). Dabei geht es nicht nur um Dateien, sondern auch um Eigenschaften, Versionen und Ableitungen, die in Folgeprozessen benötigt werden. Ein stabiler CAD-Datenfluss reduziert Medienbrüche, Doppelpflege und Interpretationsfehler. Er bildet außerdem die Grundlage, um CAD-Daten für weiterführende Szenarien wie digitale Zwillinge oder Visualisierungs-/Review-Prozesse nutzbar zu machen.

CAD-Integration
Synonym:
CAD-Anbindung

CAD-Integration bezeichnet die Anbindung von CAD-Daten (Computer Aided Design) an ein CAFM-System.

Eine CAD-Integration ermöglicht die Nutzung von Grundrissen, Lageplänen und technischen Zeichnungen im CAFM. So können Flächen, Räume oder technische Anlagen direkt aus dem Plan heraus verwaltet werden. Änderungen im CAD-Plan lassen sich automatisch ins CAFM übernehmen, wodurch die Aktualität der Daten gesichert wird. Dies erleichtert Flächenmanagement, Umzugsplanung oder die Visualisierung von Belegungsplänen.

CAD-Interoperabilität
Synonym:
Datenaustausch

CAD-Interoperabilität ist die Fähigkeit, Konstruktionsdaten zwischen unterschiedlichen CAD-Anwendungen auszutauschen und weiterzuverwenden, ohne kritische Informationen zu verlieren.

CAD-Interoperabilität wird relevant, wenn Modelle aus unterschiedlichen Systemen zusammengeführt oder weiterverarbeitet werden müssen. Typische Herausforderungen sind Verlust oder Veränderung von Geometrie, fehlerhafte Flächen sowie fehlende Metadaten. Daraus entstehen Verzögerungen durch Nacharbeit (Reparatur/Healing) und Unsicherheiten in Folgeprozessen. Interoperabilität umfasst daher sowohl robuste Austausch-/Referenzmechanismen als auch die zuverlässige Übernahme von Eigenschaften und die Nachvollziehbarkeit von Änderungen.

CAD-Modell
Synonym:
3D-Modell

Ein CAD-Modell ist eine digitale 2D- oder 3D-Repräsentation eines Produkts, Bauteils oder einer Anlage, die Geometrie und häufig auch technische Informationen enthält.

Das CAD-Modell die Ausgangsbasis, um nachgelagerte Prozesse mit konsistenten Daten zu versorgen – z. B. Stücklisten, Zeichnungen, Visualisierungen oder NC-Daten. Es dient als gemeinsame Datenbasis, um Informationsflüsse zwischen beteiligten Systemen und Fachbereichen zu unterstützen. 3D-Modelle erleichtern die interne und externe Abstimmung, etwa in Reviews oder bei der Dokumentation. In Projektierungs-Workflows hilft das Modell dabei, Layout-/Raumanpassungen schneller umzusetzen und Mengen oder Positionen strukturiert abzuleiten.

CAFM-Software
Synonym:
Facility-Management-Software

CAFM-Software ist eine spezialisierte Anwendung zur digitalen Unterstützung des Facility Managements.

Eine CAFM-Software integriert Daten, Prozesse und Analysen für den Betrieb und die Verwaltung von Immobilien. Sie umfasst Module für Flächenverwaltung, Instandhaltung, Energiecontrolling, Vertragsmanagement und viele weitere Bereiche. Durch Schnittstellen zu ERP-, CAD-, BIM- oder IoT-Systemen entsteht ein durchgängiges digitales Abbild der Gebäudestruktur und -prozesse. Ziel ist die Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Sicherstellung der Betreiberpflichten.

CAFM-System
Synonym:
Computer Aided Facility Management System

Ein CAFM-System ist die Gesamtheit aus CAFM-Software, Datenbank, Schnittstellen und technischer Infrastruktur, die gemeinsam das digitale Facility Management ermöglichen.

Das CAFM-System bildet den zentralen Daten- und Prozesshub für alle FM-Aktivitäten. Es verbindet Softwaremodule mit den notwendigen technischen Ressourcen, wie Servern, mobilen Endgeräten oder Cloud-Diensten. Durch die Integration verschiedener Datenquellen – von Gebäudeplänen über Verträge bis hin zu Sensordaten – können alle FM-relevanten Informationen zentral erfasst, verarbeitet und analysiert werden.

CAM
Synonym:
Computer Aided Manufacturing

CAM bezeichnet Methoden und Software zur rechnergestützten Erstellung von Fertigungsprogrammen, insbesondere NC-Programmen.

Im CAM-Ablauf werden Geometrien aus CAD genutzt, Bearbeitungszyklen parametriert, Werkzeugwege berechnet und in Simulation geprüft. Ergebnis ist eine NC-Datei, die über einen Postprozessor maschinenspezifisch ausgegeben wird. CAM umfasst außerdem Datenobjekte wie Rohteil, Nullpunkt und Koordinatensysteme sowie Werkzeuge, die für sichere Bearbeitung entscheidend sind. In der digitalen Fertigung ist CAM typischerweise die Brücke zwischen Konstruktion und Arbeitsvorbereitung sowie CNC-Maschine.

Chargenrückverfolgung
Synonym:
Chargen-Traceability

Chargenrückverfolgung ist die Nachverfolgung von Losen/Chargen durch die Produktion und entlang des Materialflusses. Sie unterstützt Eingrenzung und Nachweisführung bei Qualitätsfällen.

Eine Chargenrückverfolgung entsteht durch konsequente Erfassung von Chargen bei Entnahme, Verbrauch und Übergabe sowie durch die Verknüpfung mit Auftrag und Arbeitsgang. Damit der Verwendungsnachweis lückenlos bleibt, sind eine eindeutige Kennzeichnung durch Etikett oder Scan sowie ein durchgängiger Materialkontext erforderlich. Sie ist von Seriennummernverfolgung abzugrenzen, weil Charge ein Los und Seriennummer ein Einzelteil beschreibt.

Connected Machining
Synonym:
CAM-Maschine-Datenabgleich

Connected Machining beschreibt einen Workflow zum bidirektionalen Datenaustausch zwischen CAM-Umgebung und Werkzeugmaschine.

Im Prozess können Maschineninformationen wie Nullpunkte und Werkzeugdaten aus der Steuerung ausgelesen und mit CAM-Daten abgeglichen werden. NC-Programme können gezielt an die Maschine übertragen werden, um Verwechslungen zu vermeiden. Damit ist Connected Machining vor allem als Ablauf und Prozess relevant (Datenabgleich, Transfer, Ausführen), nicht als reine Option. Der Mehrwert liegt im kontrollierten Übergang von Programmierung zu Shopfloor.

Copy Design

Copy Design ist ein Workflow, um aus einem bestehenden Design ein neues Design abzuleiten und dabei ausgewählte Daten zu kopieren und anzupassen.

Copy Design unterstützt Variantenbildung, indem aus einem bestehenden Design ein neues Set an Dateien erzeugt wird. Entscheidend ist, welche Dateien kopiert, ersetzt oder ausgeschlossen werden, damit Referenzen korrekt bleiben. Ein wichtiger PDM-Aspekt ist die Pflege von Eigenschaften (Properties) im Kopierprozess, um Nummern, Bezeichnungen oder Projektbezüge korrekt zu setzen. Die Bearbeitung von Properties kann direkt im Copy-Design-Kontext erfolgen, auch für mehrere Dateien in einem Schritt. Zusätzlich ist die Wahl eines passenden Nummerierungsschemas relevant, um spätere Umbenennungen und Inkonsistenzen zu vermeiden.

D
Data Source Name

DSN (Data Source Name) ist eine gespeicherte Verbindungsdefinition, die per ODBC den Zugriff auf eine Datenquelle ermöglicht.

Für SQL-basierte Tool- und Makrodatenbanken wird eine Datei-DSN verwendet, um Treiber, Server und Datenbank festzulegen. Das ist relevant, wenn mehrere Clients auf eine zentrale Datenbank zugreifen sollen (Mehrbenutzerbetrieb). In CAM-Workflows ist die DSN damit ein Konfigurationsobjekt, das stabile Datenzugriffe (Werkzeuge, Makros) ermöglicht. Sie gehört eher zur IT- und Admin-Sicht, hat aber direkten Einfluss auf Prozessstabilität.

Datenqualität
Synonym:
Daten­güte

Datenqualität beschreibt Vollständigkeit, Korrektheit und Konsistenz von Produktionsdaten. Sie bestimmt die Verlässlichkeit von Kennzahlen und Entscheidungen.

Die Datenqualität beruht auf klaren Definitionen für Zustände, Gründe, Mengenarten und Zeitlogik sowie einer konsistenten Zeitbasis über alle Quellen hinweg. Pflichtfelder, Plausibilitätsregeln und Standardcodes sichern verlässliche Informationen – nicht mehr Daten. Uneinheitliche Semantik und Regeln je Linie oder System machen Informationen unzuverlässig.

Dienstleistungsmanagement
Synonym:
Service Management

Dienstleistungsmanagement umfasst die Planung, Vergabe, Steuerung und Kontrolle externer oder interner Dienstleistungen im Facility Management.

Ein CAFM-System unterstützt Dienstleistungsmanagement durch die Erfassung von Dienstleistungsverträgen, Leistungsbeschreibungen und Abrechnungsmodalitäten. Typische Anwendungsfelder sind Reinigungsleistungen, Wartungsverträge oder Sicherheitsdienste. Über definierte Leistungskennzahlen (KPIs) können Qualität und Effizienz überwacht werden. Die digitale Abbildung aller Dienstleistungsprozesse im CAFM sorgt für Transparenz, Vergleichbarkeit und die Einhaltung von Service Level Agreements.

Digitale Fabrik
Synonym:
Smart Factory

Digitale Fabrik bezeichnet die durchgängige digitale Abbildung und Vernetzung von Prozessen und Daten in der industriellen Wertschöpfung. Ziel ist ein konsistenter Informationsfluss ohne Medienbrüche.

Die digitale Fabrik basiert praktisch auf einheitlichen Stammdaten, versionssicheren Dokumentständen und klar definierten Übergaben zwischen Planung, Ausführung und Rückmeldung. Nutzen entsteht durch geschlossene Informationskreise von Plan über Ist zur Reaktion – nicht durch isolierte Einzellösungen.

Digitaler Gebäudezwilling
Synonym:
Digital Twin

Ein digitaler Gebäudezwilling ist ein virtuelles Abbild eines realen Gebäudes, das dessen Struktur, Nutzung und Zustand digital darstellt.

Im CAFM dient der digitale Gebäudezwilling als Grundlage für datengetriebene Analysen und Simulationen. Er kombiniert geometrische Informationen (z. B. aus BIM oder CAD) mit Betriebsdaten wie Energieverbrauch, Wartungsstatus oder Belegungsraten. So lassen sich Szenarien für Umnutzung, Modernisierung oder energetische Optimierungen simulieren. Der digitale Gebäudezwilling unterstützt die kontinuierliche Aktualisierung und Optimierung des Gebäudebetriebs.

Digitaler Shopfloor
Synonym:
Shopfloor-Digitalisierung

Ein digitaler Shopfloor ist die Digitalisierung von Abläufen in der Fertigung, sodass Informationen dort verfügbar sind, wo sie entstehen. Er verbindet Menschen, Maschinen und Systeme.

Der digitale Shopfloor ist durch aktuelle Lagebilder (Auftragsfortschritt, Status, Gründe) und Rückmeldungen direkt am Arbeitsplatz statt nachträglicher Sammelerfassung gekennzeichnet. Standardisierte Codes und Zeitstempel machen ihn über Linien und Schichten hinweg vergleichbar und reaktionsfähig. Er ist nicht automatisch vollautomatisiert, sondern zunächst transparent und prozessgeführt.

Digitaler Zwilling
Synonym:
Digital Twin

Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Modell eines physischen Objekts, Systems oder Prozesses, das dessen Eigenschaften, Zustand und Verhalten digital abbildet.

Im CAFM-Bereich wird der digitale Zwilling genutzt, um Gebäude, technische Anlagen oder ganze Liegenschaften digital zu spiegeln. Dabei werden Geometrie- und Strukturdaten mit Echtzeitinformationen, wie Sensordaten oder Wartungszuständen, kombiniert. So können Betriebsprozesse simuliert, Störungen frühzeitig erkannt und Optimierungsmaßnahmen geplant werden. Die Integration von BIM-Daten und IoT-Sensorik macht den digitalen Zwilling zu einem leistungsfähigen Werkzeug für vorausschauende Instandhaltung und effiziente Ressourcennutzung.

Digitales Gebäudemodell
Synonym:
Gebäudeinformationsmodell

Ein digitales Gebäudemodell ist eine strukturierte, digitale Darstellung eines Bauwerks, die dessen Geometrie, Bauteile und oft auch technische und funktionale Eigenschaften enthält.

In CAFM-Systemen bildet ein digitales Gebäudemodell die Basis für zahlreiche Prozesse wie Flächenmanagement, Instandhaltungsplanung oder Energiecontrolling. Es kann aus CAD-Zeichnungen oder BIM-Modellen abgeleitet werden. Durch die Verknüpfung mit Betriebsdaten werden dynamische Auswertungen möglich, etwa zur Auslastung, Energieeffizienz oder Wartungshistorie. Ein aktuelles, präzises Gebäudemodell steigert die Datenqualität und reduziert den Aufwand bei der Aktualisierung von Bestandsinformationen.

DWF-Datei

Eine DWF-Datei ist ein Publikations- und Austauschformat, das häufig zur Visualisierung bzw. Voransicht von CAD-Inhalten verwendet wird.

DWF wird im Datenmanagement häufig als Ableitung für die schnelle Ansicht verwendet, ohne dass das Originalmodell vollständig geöffnet werden muss. Die Erstellung kann je nach Umfang der Daten rechenintensiv sein und mehrere Minuten benötigen. In Jobwarteschlangen wirkt sich das unmittelbar auf Durchsatz und Priorisierung aus. DWF ist damit eher ein Review-/Preview-Artefakt als ein Konstruktionsformat.

DWG-Referenz
Synonym:
2D-Referenz

Eine DWG-Referenz ist die assoziative Einbindung von DWG-Zeichnungen in einen CAD-Prozess, sodass Änderungen nachvollziehbar bleiben.

DWG-Referenzen binden 2D-Daten in CAD-Workflows ein, sodass Änderungen nachvollziehbar bleiben können. 2D spielt in vielen Organisationen weiterhin eine wichtige Rolle, z. B. als Liefer- oder Fertigungsdokumentation. Gleichzeitig dienen 2D-Daten häufig als Ausgangspunkt für 3D-Modellierung oder als begleitende Information in hybriden Prozessen. Eine saubere Referenzstrategie reduziert Doppeleingaben und erleichtert den Übergang von 2D-bestimmten zu 3D-getriebenen Arbeitsweisen.

E
Echtzeitdatenerfassung
Synonym:
Echtzeiterfassung

Echtzeitdatenerfassung bezeichnet die Erfassung und Bereitstellung von Daten mit sehr geringer Verzögerung. Sie unterstützt schnelle Reaktionen im laufenden Betrieb.

Die Echtzeitdatenerfassung ist nur sinnvoll, wenn zeitkritische Ereignisse wie Stillstand, Grenzwert oder Ausschuss und tolerierte Latenzen definiert sind. Voraussetzung sind stabile Datenquellen, synchronisierte Zeitstempel und robuste Puffer- und Fehlerstrategien. Im Gegensatz dazu arbeitet Batch-Reporting retrospektiv und reagiert nicht im laufenden Prozess.

Energiecontrolling
Synonym:
Energiemanagement

Energiecontrolling ist die systematische Erfassung, Analyse und Optimierung des Energieverbrauchs in Gebäuden oder Anlagen.

Im CAFM werden Verbrauchsdaten aus Zählern, Energiemanagementsystemen oder IoT-Sensoren zentral gesammelt und ausgewertet. So können Verbrauchsspitzen identifiziert, Kostenstellen zugeordnet und Effizienzmaßnahmen abgeleitet werden. Energiecontrolling im CAFM erlaubt zudem die Einbindung von Nachhaltigkeitskennzahlen und unterstützt bei der Erfüllung gesetzlicher Berichtspflichten, z. B. nach dem Energieeinsparungsgesetz (EnEG) oder der DIN EN ISO 50001.

F
Facility Management
Synonym:
Gebäudemanagement

Facility Management (FM) ist die ganzheitliche Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden, Anlagen und infrastrukturellen Leistungen mit dem Ziel, deren Funktionalität, Werterhalt und Wirtschaftlichkeit zu sichern.

Ein CAFM-System digitalisiert und automatisiert zentrale FM-Aufgaben wie Flächenverwaltung, Instandhaltung, Energiecontrolling oder Vertragsmanagement. Durch die Integration von Planungs-, Betriebs- und Kostendaten entsteht eine zentrale Informationsbasis für strategische und operative Entscheidungen. FM im CAFM-Kontext berücksichtigt sowohl technisches (TGM), infrastrukturelles (IGM) als auch kaufmännisches Gebäudemanagement (KGM) und ermöglicht eine datenbasierte Steuerung des gesamten Immobilienbestands.

Feinplanung
Synonym:
Advanced Planning and Scheduling (APS)

Feinplanung ist die detaillierte Planung und Reihenfolgeoptimierung von Aufträgen unter Kapazitäts- und Materialrestriktionen. Sie ergänzt grobe Termin- und Kapazitätsplanungen.

Eine Feinplanung übersetzt Engpässe, Rüstfolgen und Materialrestriktionen in realistische Sequenzen und Termine und benötigt dafür aktuelle Ist-Rückmeldungen. Ohne zeitnahe Rückmeldungen veraltet die Planung schnell und verliert Steuerungswirkung. Eine Arbeitsvorratsliste stellt Arbeit bereit, Feinplanung optimiert die Reihenfolge.

Fertigungsauftrag
Synonym:
Produktionsauftrag

Ein Fertigungsauftrag ist ein Auftrag zur Herstellung einer definierten Menge eines Produkts/Artikels. Er strukturiert die Produktion in Arbeitsschritte und Rückmeldungen.

Ein Fertigungsauftrag ist der Knotenpunkt für Rückmeldungen zu Zeiten, Mengen und Gründen sowie für Dokumentbezüge und Materialkontext wie Charge oder Seriennummer. Voraussetzung sind eine stabile Auftragsstruktur und eine eindeutige Arbeitsgangzuordnung, damit Plan-Ist-Vergleiche und Rückverfolgbarkeit belastbar sind. Parallel dazu beschreibt der Maschinenstatus den Zustand der Ressource unabhängig vom Auftragskontext.

Flächenmanagement
Synonym:
Space Management (international)

Flächenmanagement ist die systematische Erfassung, Planung und Optimierung der Nutzung von Flächen in Gebäuden oder Liegenschaften.

Im CAFM werden Flächen nach normierten Vorgaben (z. B. DIN 277) klassifiziert und mit Nutzungsinformationen versehen. Das System ermöglicht Auswertungen zur Belegung, Auslastung oder Flächenkostenverteilung. Flächenmanagement ist eng verknüpft mit Prozessen wie Umzugsmanagement, Mietmanagement oder Kostenabrechnung. Durch die Integration von CAD- oder BIM-Daten lassen sich Veränderungen visualisieren und präzise dokumentieren.

G
Gebäudeleittechnik
Synonyme:
GLT
,
Building Management System (BMS, international üblich)

Gebäudeleittechnik bezeichnet die zentrale Überwachung und Steuerung technischer Anlagen eines Gebäudes, etwa Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung oder Sicherheitssysteme.

Eine Integration von GLT-Systemen in das CAFM ermöglicht die Übernahme von Betriebs- und Zustandsdaten in Echtzeit. So können Störungen automatisch als Tickets erfasst, Wartungszyklen optimiert und Energieverbräuche detailliert ausgewertet werden. Durch die Verknüpfung von GLT und CAFM entsteht ein umfassender Überblick über technische Anlagen, der die Transparenz und Effizienz im Gebäudebetrieb erhöht.

GEFMA 444
Synonym:
CAFM-Zertifizierung nach GEFMA 444

Die GEFMA 444 ist ein Kriterienkatalog des deutschen Facility-Management-Verbandes (GEFMA) zur Zertifizierung von CAFM-Software.

Die GEFMA 444 definiert Anforderungen an Funktionsbereiche von CAFM-Systemen, gegliedert in verschiedene Kataloge (z. B. Flächenmanagement, Instandhaltungsmanagement, Energiecontrolling). Eine Zertifizierung nach GEFMA 444 bestätigt, dass die Software bestimmte branchenspezifische Standards erfüllt. Für Anwender bietet dies Orientierung bei der Systemauswahl und gewährleistet eine einheitliche Terminologie sowie Prozessunterstützung.

Generative Design

Generatives Design ist ein rechnergestütztes Konstruktionsverfahren, bei dem auf Basis definierter Zielgrößen mehrere Konstruktionsvarianten automatisch erzeugt und bewertet werden.

Generatives Design arbeitet mit Zielgrößen, etwa Gewichtsminimierung oder maximale Steifigkeit, und erzeugt daraus mehrere validierte Konstruktionsvorschläge. Die Berechnung kann cloudbasiert erfolgen, wodurch lokale Hardware entlastet wird. In cloudgestützten Engineering-Workflows steht Generatives Design neben weiteren Funktionen wie Simulation oder Rendering. Die Ergebnisse werden im Anschluss fachlich bewertet, ausgewählt und in die weitere Konstruktion übernommen. Für nachgelagerte Schritte wie Dokumentation, Stückliste oder Fertigungsplanung müssen die gewählten Varianten in den regulären CAD-Datenfluss integriert werden.

Geometric Engine

Die Geometric Engine ist eine Geometriekomponente, die für die Verarbeitung von CAD-Geometrie benötigt wird.

Im CAM-Ablauf hängt stabile Werkzeugwegberechnung an korrekter Geometrieverarbeitung. Wenn CAM integriert im CAD läuft oder eine Geometric Engine verwendet, wird damit sichergestellt, dass Modellgeometrie zuverlässig gelesen und ausgewertet werden kann. Sie ist damit ein Basisbaustein der CAM-Kette.

Gewährleistungsmanagement
Synonym:
Mängelmanagement

Gewährleistungsmanagement umfasst die Erfassung, Überwachung und Abwicklung von Gewährleistungsfristen und Mängelansprüchen.

Ein CAFM-System unterstützt bei der Verwaltung von Gewährleistungszeiträumen für Bauleistungen, technische Anlagen oder Ausstattungen. Mängel können digital erfasst, Fristen überwacht und die Kommunikation mit Auftragnehmern dokumentiert werden. Durch Verknüpfung mit Instandhaltungs- und Vertragsmanagement wird sichergestellt, dass Gewährleistungsansprüche fristgerecht geltend gemacht werden können.

I
IFC
Synonym:
Industry Foundation Classes

IFC (Industry Foundation Classes) ist ein offener, standardisierter Datenstandard für den Austausch von BIM-Daten.

In CAFM-Systemen wird IFC genutzt, um Bauwerksdaten modellbasiert zwischen Planung, Ausführung und Betrieb auszutauschen. Der Standard ermöglicht die softwareunabhängige Übertragung von Geometrien, Eigenschaften und Strukturen. IFC-Dateien dienen häufig als Brücke zwischen Planungswerkzeugen (z. B. Revit, ArchiCAD) und dem CAFM-System, um konsistente Gebäudedaten ohne manuelle Nacharbeit bereitzustellen.

IGES
Synonym:
igs

IGES ist ein neutrales Austauschformat für CAD-Geometrien.

IGES wird im Umfeld von 3D-Modellimporten relevant, z. B. für Werkzeug- oder Haltergeometrien. Im CAM-Umdeld beeinflusst die Qualität der importierten Geometrie die Belastbarkeit von Simulation und Kollisionskontrolle.

iLogic

iLogic ist eine regel- und parameterbasierte Automatisierungsfunktion in Autodesk Inventor, mit der sich Modelle, Abhängigkeiten und Varianten steuern lassen.

iLogic dient dazu, Konstruktionslogik über Regeln und Parameter umzusetzen. Damit lassen sich Abhängigkeiten steuern, Varianten erzeugen und Konfigurationen einer Baugruppe nachvollziehbar bewerten. Häufig wird iLogic genutzt, um Eingaben über Formulare zu führen und daraus Modelländerungen abzuleiten. Der Nutzen liegt in standardisierten, wiederholbaren Konstruktionsschritten, die weniger manuelle Eingriffe erfordern.

Immobilienperformance
Synonym:
Immobilienkennzahlen

Immobilienperformance beschreibt die wirtschaftliche und funktionale Leistungsfähigkeit einer Immobilie.

Ein CAFM-System liefert die Datenbasis zur Bewertung der Immobilienperformance, etwa durch Auswertungen zu Flächenproduktivität, Betriebskosten oder Energieeffizienz. Die Performanceanalyse unterstützt Entscheidungen zu Modernisierung, Vermietung oder Verkauf. Sie wird häufig in Verbindung mit KPIs im CAFM betrieben, um Zielerreichung und Benchmarking zu ermöglichen.

Infrastrukturelles Gebäudemanagement
Synonyme:
Infrastrukturelles FM
,
IGM

IGM umfasst alle nichttechnischen, unterstützenden Dienstleistungen im Gebäudebetrieb, wie Reinigung, Sicherheit oder Catering.

CAFM-Systeme bilden IGM-Leistungen in entsprechenden Modulen ab, etwa für Reinigungsmanagement, Sicherheitsmanagement oder Dienstleistungsmanagement. Dadurch können Leistungsbeschreibungen, Vertragsdetails und Abrechnungen digital verwaltet werden. IGM ist eine der drei Säulen des Facility Managements und wird oft in enger Verzahnung mit TGM und KGM betrachtet.

Instandhaltungsmanagement
Synonym:
Maintenance Management (international)

Instandhaltungsmanagement umfasst die Planung, Steuerung und Dokumentation aller Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit von Gebäuden und Anlagen.

Im CAFM unterstützt Instandhaltungsmanagement die Organisation von Wartungen, Inspektionen, Instandsetzungen und Verbesserungen. Es automatisiert Terminplanung, Auftragsvergabe und Dokumentation der Maßnahmen. Durch Integration mit Betreiberverantwortung, Gewährleistungsmanagement und Energiecontrolling lassen sich Instandhaltungsprozesse effizient steuern und rechtssicher dokumentieren.

Integrated Workplace Management System
Synonyme:
Integriertes Arbeitsplatzmanagementsystem
,
IWMS

Ein Integrated Workplace Management System (IWMS) ist eine Softwareplattform zur integrierten Verwaltung von Immobilien, Arbeitsplätzen, Infrastruktur und damit verbundenen betrieblichen Prozessen.

Während ein CAFM-System primär auf das Facility Management fokussiert ist, deckt ein IWMS zusätzlich Bereiche wie Personalplanung, Arbeitsplatzreservierung oder Unternehmensressourcen ab. In der Praxis können CAFM- und IWMS-Funktionen in einer Plattform kombiniert werden. Der CAFM-Anteil innerhalb eines IWMS bildet die Grundlage für technische, infrastrukturelle und kaufmännische Gebäudeverwaltung, ergänzt um strategische Arbeitsplatz- und Immobilienplanung.

Inventarmanagement
Synonym:
Anlagenverwaltung

Inventarmanagement ist die Verwaltung und Kontrolle aller beweglichen Güter, wie Möbel, Geräte oder Maschinen, innerhalb einer Organisation.

Im CAFM werden Inventarobjekte mit Standort, Seriennummer, Anschaffungsdatum, Kosten und Wartungsstatus erfasst. Mobile Apps ermöglichen Inventurprozesse mittels Barcode- oder RFID-Scanning. Durch Verknüpfung mit Instandhaltungs- und Kostenmanagement können Ersatzbeschaffungen, Wartungsintervalle oder Abschreibungen effizient geplant werden.

J
Jobprozessor

Ein Jobprozessor ist ein Hintergrunddienst, der definierte Aufgaben (Jobs) automatisiert abarbeitet, z. B. Dateiableitungen oder Eigenschaftsaktualisierungen.

Der Jobprozessor verarbeitet definierte Aufgaben automatisiert, z. B. die Erzeugung von Visualisierungsdateien oder weiteren Ableitungen (STEP, DXF, PDF) sowie Eigenschaftsaktualisierungen. In größeren Umgebungen kann die Jobwarteschlange zum Engpass werden, wenn rechenintensive Jobs andere Aufgaben blockieren. Dadurch entstehen Wartezeiten für dringend benötigte Ableitungen. Eine zeitgesteuerte Abarbeitung ist als Konfigurationsoption nicht vorgesehen, weshalb in der Praxis oft alternative Steuerungsansätze (z. B. priorisierte Jobauswahl) genutzt werden.

K
Kaufmännisches Gebäudemanagement
Synonyme:
Commercial Facility Management
,
KGM

KGM umfasst die Verwaltung aller kaufmännischen Aspekte des Gebäudebetriebs, wie Vertragswesen, Kostenplanung und Abrechnung.

CAFM-Systeme bilden KGM-Prozesse in Modulen wie Vertragsmanagement, Kostenmanagement oder Budgetplanung ab. Ziel ist die Transparenz über Einnahmen, Ausgaben und Wirtschaftlichkeit einzelner Objekte. KGM ist eine der drei Kernsäulen des Facility Managements und eng mit technischem und infrastrukturellem Gebäudemanagement verzahnt.

Key Performance Indicator
Synonyme:
Leistungskennzahl
,
KPI

Ein KPI ist eine messbare Kennzahl, die den Fortschritt oder Erfolg einer Aktivität in Bezug auf definierte Ziele bewertet.

Im CAFM werden KPIs eingesetzt, um die Leistung von Prozessen wie Instandhaltung, Flächenmanagement oder Energiecontrolling zu bewerten. Beispiele sind Reaktionszeiten bei Störungen, Flächenproduktivität oder Energieverbrauch pro Quadratmeter. KPIs dienen dem Benchmarking, der Erfolgskontrolle und der strategischen Steuerung von FM-Maßnahmen.

Kollisionskontrolle
Synonym:
Kollisionsprüfung

Kollisionskontrolle ist die systematische Prüfung, ob während der Bearbeitung Kollisionen zwischen beteiligten Komponenten auftreten.

In CAM hängt Kollisionskontrolle an korrekten Datenobjekten: Werkzeug, Halter, Rohteil, Spannmittel sowie Bearbeitungsbereiche. Sie erfolgt im Rahmen von Simulationen und kann auf Toolpath- oder NC-Code-Basis stattfinden. Kollisionskontrolle ist ein wesentlicher Schritt vor Freigabe einer NC-Datei. Sie reduziert das Risiko von Maschinenstillständen durch Kollisionen.

Kostenmanagement
Synonym:
Kostensteuerung

Kostenmanagement ist die Planung, Überwachung und Steuerung von Kosten zur Sicherstellung wirtschaftlicher Betriebsprozesse.

Ein CAFM-System ermöglicht die Erfassung und Analyse von Kosten nach Objekten, Kostenstellen oder Projekten. Es unterstützt Soll-Ist-Vergleiche, Kostenprognosen und die Ermittlung von Einsparpotenzialen. In Verbindung mit Budget- und Vertragsmanagement entsteht eine durchgängige Kostenkontrolle über den gesamten Immobilienlebenszyklus.

L
Layer
Synonym:
Ebenen

Ein Layer ist eine Organisationsebene in CAD- und CAM-Daten, um Elemente strukturiert zu verwalten.

In Tool-Aufbereitungsworkflows werden markierte CAD-Elemente (z. B. für Halter) auf Layern gespeichert, um sie eindeutig wiederzuverwenden. Das hilft, Geometrien für Werkzeugkomponenten sauber zu trennen und vor unbeabsichtigten Änderungen zu schützen. Layer unterstützen damit Prozessstabilität bei 3D-Werkzeugdefinition und späterer Kollisionskontrolle. Für CAM-Teams sind Layer häufig ein Mittel zur Datenhygiene.

Lebenszykluskosten
Synonym:
Life Cycle Costs (LCC)

Lebenszykluskosten sind die gesamten Kosten, die während der gesamten Nutzungsdauer eines Gebäudes oder einer Anlage anfallen – von der Planung bis zur Entsorgung.

CAFM-Systeme helfen, Lebenszykluskosten zu analysieren, indem sie Investitions-, Betriebs-, Wartungs- und Entsorgungskosten erfassen und prognostizieren. Diese Daten bilden die Basis für Entscheidungen über Neubau, Sanierung oder Modernisierung. Eine genaue Lebenszykluskostenanalyse ermöglicht die Bewertung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit über die gesamte Nutzungszeit.

Lebenszyklusstatus

Ein Lebenszyklusstatus ist ein konkreter Zustand innerhalb eines Lebenszyklus (z. B. 'Work in Progress' oder 'Released').

Status spiegeln definierte Phasen in Entwicklung, Prüfung und Freigabe wider. Sie steuern, ob ein Objekt bearbeitet werden darf, ob es zur Prüfung bereitsteht oder als freigegeben gilt. Status werden häufig mit Berechtigungen kombiniert, um Zugriff abhängig von Rolle und Zustand zu regeln. Für die Datenbereitstellung ist der Status entscheidend, weil nachgelagerte Prozesse typischerweise nur freigegebene Stände nutzen sollen. Lebenszyklusstatus sind daher ein zentrales Steuerungsmerkmal in PDM-Implementierungen.

Leistungsgrad
Synonym:
Performance

Leistungsgrad misst, wie schnell tatsächlich produziert wird im Vergleich zur Sollgeschwindigkeit. Er ist eine OEE-Komponente.

Ein Leistungsgrad benötigt Soll-Referenzen wie Takt oder Sollmenge pro Zeit und korrekte Ist-Daten aus Stückzählung und Zeitbasis. Mikrounterbrechungen zeigen sich oft indirekt als Geschwindigkeitsverlust, auch wenn kein Stillstand gemeldet wird. Verfügbarkeit bewertet Stillstandsanteile, Leistungsgrad bewertet Geschwindigkeit während der Laufzeit.

Lokale Zyklenparameter
Synonym:
Job-spezifische Parameter

Lokale Zyklenparameter sind Parameterwerte, die nur für einen spezifischen Zyklus oder Job gelten.

Sie erlauben, einzelne Jobs gezielt abweichend zu konfigurieren, ohne globale Standards zu verändern. Das ist wichtig, wenn z. B. eine Stelle am Bauteil besondere Sicherheitsabstände oder Zustellungen benötigt. In Kombination mit Variablen und Ausdrücken lassen sich Parameter konsistent steuern und dennoch flexibel anpassen. Lokale Parameter sind damit ein typisches Mittel zur Feinsteuerung innerhalb standardisierter Prozesse.

M
Makro
Synonym:
Automationsbaustein

Ein Makro ist ein wiederverwendbarer Ablauf bzw. eine gespeicherte Logik zur Automatisierung wiederkehrender Schritte.

In CAM kann ein Makro Parameter setzen, Bearbeitungen vorbereiten oder standardisierte Abläufe anwenden. Makros werden typischerweise in einer Makrodatenbank verwaltet und im Projektkontext genutzt. In Mehrbenutzerumgebungen ist wichtig, dass Makros gleichzeitig angewendet, aber nicht gleichzeitig bearbeitet werden. Makros sind damit ein Kernbaustein für Standardisierung.

Manufacturing Execution System
Synonym:
MES

Ein Manufacturing Execution System ist ein System zur Erfassung, Auswertung und Unterstützung der Produktionsausführung. Es verbindet Auftragskontext, Ressourcendaten und Rückmeldungen.

Manufacturing Execution System, kurz MES, bildet Kontext, indem Ereignisse zu Status, Zeit, Menge und Grund eindeutig Auftrag, Arbeitsgang und Ressource zugeordnet werden. Den Nutzen liefern zeitnahe Transparenz und rückführbare Daten in Planung und Verbesserung, nicht reine Datensammlung. ERP plant kaufmännisch und logistisch, IoT-Plattformen transportieren Telemetrie, ein MES verbindet das mit der Produktionsausführung.

Maschinenanbindung
Synonym:
Maschinenkommunikation

Maschinenanbindung ist die technische Kopplung von Maschinen an IT-Systeme zur Datenübertragung. Sie liefert Zustände, Signale und Prozesswerte.

Eine Maschinenanbindung braucht ein sauberes Mapping von Rohsignalen zu fachlichen Zuständen und Ereignissen, sonst bleiben Daten nicht vergleichbar. In der Praxis begrenzen Latenz, Datenfrequenz und Ausfallsicherheit, ob Überwachung und Kennzahlen stabil laufen. Prozessdefinitionen für Gründe und Rückmeldungen müssen zusätzlich festgelegt werden.

Maschinendatenerfassung
Synonym:
MDE

Maschinendatenerfassung ist die automatische/teilautomatische Erfassung von Maschinenzuständen und -signalen. Sie liefert objektive Daten für Laufzeiten, Stillstände und Output.

Eine Maschinendatenerfassung, kurz MDE, liefert objektive Zeit- und Zähldaten für Statusverläufe und Leistungskennzahlen. Vergleichbarkeit entsteht nur, wenn Zustände standardisiert und Zeitstempel über Quellen hinweg konsistent sind. Ergänzend kommen Gründe für Stillstände oder Qualitätsereignisse häufig aus werkerbasierten Rückmeldungen oder Regelwerken.

Maschinenmodell

Ein Maschinenmodell bildet eine CNC-Maschine virtuell ab, inklusive Achsen, Kinematik und Arbeitsraum.

Für NC-Code-Simulation und Kollisionskontrolle ist das Maschinenmodell die technische Grundlage. Es definiert, wie Achsen bewegt werden und wo Begrenzungen und Kollisionskörper liegen. In CAM-Projekten hängt daran Postprozessorabstimmung sowie die Konfiguration von Achslimits und Arbeitsraum.

Materialabtrag
Synonym:
Abtragssimulation

Materialabtrag ist die Simulation oder Berechnung, welches Material durch Bearbeitung entfernt wird.

Im CAM-Prüfprozess wird Materialabtrag genutzt, um resultierende Rohteilsituationen und Bearbeitungsergebnisse zu bewerten. Das unterstützt die Prüfung, ob Bearbeitungsstrategien wie geplant wirken und ob Restmaterial oder unerwünschte Bereiche verbleiben. In Simulationen auf NC-Code-Basis wird Materialabtrag mit Maschinenbewegungen und Werkzeuggeometrien verknüpft. Damit ist Materialabtrag ein zentrales Element für Qualitäts- und Prozesssicherheitsprüfungen.

Materialhandling
Synonym:
Materialfluss

Materialhandling umfasst Bereitstellung, Transport, Entnahme und Verbrauch von Material in der Produktion. Es stellt Materialflüsse und Nachweise digital dar.

Das Materialhandling wird wirksam durch eindeutige Zuordnung von Entnahmen und Verbrauch zu Auftrag und Identifikatoren wie Charge oder Seriennummer, damit Verwendungsnachweise lückenlos sind. Scan-gestützte Prozesse senken Fehlentnahmen und machen Bedarf gegenüber Verbrauch transparent. Lagerbuchung bildet Bestände ab, Materialhandling bildet Produktionsverbrauch im Kontext ab.

Mehrseitenbearbeitung
Synonym:
Mehrseitenfräsen

Mehrseitenbearbeitung ist die Bearbeitung eines Werkstücks von mehreren Seiten innerhalb eines Projekts.

 CAM-Workflow werden dazu meist mehrere Frames definiert, um je Seite Lage und Richtung festzulegen. Dadurch können Jobs pro Bearbeitungsseite korrekt interpretiert und Werkzeugwege sicher berechnet werden. Mehrseitenbearbeitung erhöht Anforderungen an Kollisionskontrolle, weil unterschiedliche Orientierungen und Verbindungsbewegungen auftreten. Sie ist daher ein typischer Treiber für sorgfältige Simulation vor Freigabe.

Mengenmeldung
Synonym:
Mengenrückmeldung

Mengenmeldung ist die Rückmeldung produzierter Stückzahlen, typischerweise getrennt nach Gut, Ausschuss und Nacharbeit. Sie unterstützt Kennzahlen und Nachkalkulationen.

Eine Mengenmeldung ist belastbar, wenn Mengenarten wie Gut, Ausschuss und Nacharbeit getrennt und eindeutig Arbeitsgang, Ressource und Zeitfenster zugeordnet sind. Objektiver wird das durch automatische Stücksignale, interpretierbar wird es durch Prozessinformationen wie Ausschussgrund oder Nacharbeit. Mengenmeldung beschreibt Output und nicht automatisch Bestandsveränderungen.

MES-Monitor
Synonym:
Produktionsmonitor

Ein MES-Monitor ist eine Oberfläche zur Überwachung und Auswertung von Produktion und Maschinenzuständen. Er unterstützt Überblick und Entscheidungsfindung.

Der MES-Monitor kombiniert Lagebild zu Status und Abweichungen mit Analyse über Zeitverläufe, Kennzahlen und Ursachencluster, um priorisieren zu können. Gruppierungen nach Linie, Maschinengruppe oder Schicht sind zentral, damit Verantwortlichkeiten sichtbar werden. Operative Rückmeldungen laufen dagegen über Werkerterminals, nicht über den Monitor.

Mietmanagement
Synonym:
Vermietungsmanagement

Mietmanagement ist die Verwaltung und Organisation von Mietverhältnissen und -objekten.

Ein CAFM-System unterstützt Mietmanagement durch Funktionen zur Verwaltung von Mietverträgen, Flächen, Mietkonditionen und Nebenkostenabrechnungen. Automatisierte Erinnerungen an Vertragsfristen, Mieterhöhungen oder Kündigungstermine sorgen für rechtssichere Prozesse. Die Integration mit Betriebskostenabrechnung und Flächenmanagement ermöglicht eine effiziente Bewirtschaftung von Mietobjekten.

N
Nachhaltigkeitsbewertung
Synonym:
Nachhaltigkeitsanalyse

Eine Nachhaltigkeitsbewertung ist die systematische Analyse von Gebäuden oder Anlagen hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und sozialer Kriterien.

CAFM-Systeme können Nachhaltigkeitsbewertungen unterstützen, indem sie relevante Daten wie Energieverbrauch, CO₂-Emissionen, Materialherkunft oder Zertifizierungsstatus (z. B. DGNB, LEED) erfassen. Die Auswertung ermöglicht gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit und dient als Grundlage für Berichterstattungen im Rahmen von ESG-Vorgaben (Environmental, Social, Governance).

Nachhaltigkeitsmanagement
Synonym:
Sustainability Management (international)

Nachhaltigkeitsmanagement umfasst die Planung, Umsetzung und Überwachung von Strategien zur Förderung ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit im Gebäudebetrieb.

Ein CAFM-System integriert Nachhaltigkeitsmanagement, indem es Umweltkennzahlen, Zertifizierungsprozesse und Verbesserungsmaßnahmen dokumentiert und auswertet. Durch die Verknüpfung mit Energiecontrolling, Instandhaltung und Beschaffung können nachhaltige Entscheidungen datenbasiert getroffen werden. Ziel ist die Erhöhung der Energieeffizienz, Reduktion von Emissionen und langfristige Werterhaltung von Immobilien.

NC-Code-Simulation
Synonym:
G-Code-Simulation

NC-Code-Simulation ist die Simulation, die auf dem tatsächlich erzeugten NC-Programm basiert.

Sie setzt nach dem Postprozessorlauf an und prüft Bewegungen inkl. Verbindungsbewegungen und maschinenspezifischer Umsetzung. Dadurch lassen sich Achslimits, Endschalterüberschreitungen und Kollisionen realistischer bewerten als nur auf Toolpath-Ebene. In Prozessen mit Freigabe ist NC-Code-Simulation ein häufiges Quality-Gate.

NC-Daten

NC-Daten sind maschinenlesbare Fertigungsdaten (z. B. für CNC), die Werkzeugbewegungen oder Bearbeitungsschritte beschreiben.

NC-Daten stehen typischerweise am Ende der Kette aus CAD-Modell, CAM-Bearbeitung und Freigabe. Für durchgängige Prozesse ist entscheidend, dass NC-Daten zum richtigen Modellstand gehören und Änderungen nachvollziehbar eingearbeitet werden. In automatisierten Workflows werden NC-Daten häufig zusammen mit anderen Ableitungen bereitgestellt, um Fertigungspakete konsistent zu halten. Die Kopplung an Versions- und Freigabemechanismen ist dabei zentral.

NC-Programm
Synonym:
CNC-Programm

Ein NC-Programm ist die Gesamtheit der Anweisungen für eine CNC-Maschine zur Ausführung einer Bearbeitung.

Im CAM-Prozess entsteht das NC-Programm aus Jobs und Joblisten über berechnete Werkzeugwege und Postprozessorlogik. Je nach Prüfkette wird das Programm auf Toolpath-Ebene und/oder als NC-Code simuliert. Das NC-Programm ist eng mit Maschinenkonfiguration (Nullpunkte, Werkzeuge, Limits) verbunden. Deshalb ist Datenabgleich vor Ausführung ein relevanter Prozessschritt.

O
Objektmanagement
Synonym:
Gebäudemanagement

Objektmanagement bezeichnet die ganzheitliche Betreuung eines oder mehrerer Immobilienobjekte hinsichtlich Technik, Services, Verträge und Budget.

Im CAFM werden Stammdaten, Verträge, Leistungen, Flächen, Kostenstellen und Maßnahmen zentral geführt. SLA-Kontrolle (Service Level Agreements), Servicekataloge und Reporting schaffen Transparenz über Qualität, Kosten und Compliance.

P
Parametrische Modellerstellung

Parametrische Modellerstellung bedeutet, dass ein CAD-Modell über Parameter (z. B. Maße, Variantenmerkmale) gesteuert wird und sich bei Parameteränderung automatisch anpasst.

Parametrik ermöglicht, dass sich Geometrie und Ausprägungen eines Modells über Parameter steuern und automatisch aktualisieren lassen. In CAD-Workflows unterstützt das Variantenbildung, Wiederverwendung und schnelle Anpassungen in der Projektierung. Parametrische Modelle sind außerdem eine gute Grundlage, um Metadaten konsistent zu führen und Listen (z. B. Stücklisten) zuverlässig abzuleiten. Wichtig ist eine saubere Parameterlogik, damit Änderungen reproduzierbar bleiben.

Paretoanalyse
Synonym:
Pareto-Analyse

Paretoanalyse ist eine Methode zur Priorisierung von Ursachen nach ihrem Beitrag zum Gesamteffekt. Sie fokussiert auf die größten Treiber.

Eine Paretoanalyse funktioniert nur mit konsistenter Codierung wie Störgründen oder Ausschussgründen und korrektem Bezug zu Zeit, Menge oder Kosten. Verzerrte Top-Listen entstehen, wenn Grundgesamtheit oder Zeitlogik unklar sind. Als Priorisierungsmethode zeigt sie, wo Detailanalyse den größten Effekt hat.

Postprozessor

Ein Postprozessor übersetzt CAM-Ergebnisse in maschinenspezifischen NC-Code.

Der Postprozessor ist der Übergang von generischem CAM zu konkreter CNC-Steuerung. Damit entscheidet er, wie Werkzeugwege, Positionierbewegungen und Steuerungsbefehle ausgegeben werden. Nach dem Postprozessorlauf kann eine NC-Code-Simulation ansetzen, um die tatsächliche Ausführung zu prüfen. Im Prozess ist der Postprozessor daher ein zentraler Quality-Gate-Baustein.

Property Mapping
Synonym:
Eigenschaftszuordnung

Property Mapping ist die Zuordnung und Übernahme von Eigenschaften (Properties) zwischen Quell- und Zielsystem, z. B. beim Import nicht-nativer CAD-Daten.

Property Mapping sorgt dafür, dass Eigenschaften aus einem Quellformat in die Property-Struktur des Zielsystems übertragen werden. Das ist entscheidend, wenn Metadaten für Stücklisten, Dokumentation, Suche oder PDM/ERP-Übergaben benötigt werden. Ohne saubere Eigenschaftszuordnung bleibt oft nur Geometrie nutzbar, während datengetriebene Workflows ins Stocken geraten. Property Mapping ist damit die Verbindung zwischen Interoperabilität auf Geometrieebene und Interoperabilität auf Informationsebene.

Prüfmanagement
Synonym:
Inspektionsmanagement

Prüfmanagement bezeichnet die Organisation, Durchführung und Dokumentation von gesetzlich vorgeschriebenen oder freiwilligen Prüfungen an Gebäuden und Anlagen.

Im CAFM können Prüftermine automatisiert geplant und dokumentiert werden, einschließlich Prüfprotokollen und Prüfergebnissen. Die Einhaltung von Normen und gesetzlichen Fristen wird so sichergestellt. Typische Beispiele sind Sicherheitsprüfungen elektrischer Anlagen, Brandschutzinspektionen oder Aufzugsprüfungen.

Q
Qualitätsrate
Synonym:
Quality Rate

Qualitätsrate ist der Anteil der Gutmenge an der Gesamtmenge. Sie ist eine OEE-Komponente und Indikator für Prozessstabilität.

Eine Qualitätsrate hängt an sauber getrennten Mengenarten und an einer klaren Definition, ob Nacharbeit einbezogen oder separat betrachtet wird. Standardisierte Ausschuss- und Nacharbeitsgründe machen Ergebnisse erklärbar und über Zeiträume vergleichbar. Als Verdichtung zeigt die Kennzahl Trends, Ursachenanalyse liefert die Erklärung.

R
REG-IS
Synonym:
Rechtskataster-System

REG-IS (Rechtskataster für Betreiberimmobilien) ist ein digitales Informationssystem, das rechtliche Anforderungen und Pflichten für den Betrieb von Immobilien strukturiert bereitstellt.

Durch die Anbindung von REG-IS an ein CAFM-System können Betreiber sicherstellen, dass alle relevanten gesetzlichen Vorschriften – etwa zu Arbeitssicherheit, Brandschutz oder Umweltauflagen – stets aktuell im System vorliegen. Damit lassen sich Betreiberpflichten automatisch mit den entsprechenden CAFM-Prozessen wie Prüfmanagement oder Arbeitsschutz verknüpfen. Das reduziert Haftungsrisiken und unterstützt die rechtssichere Organisation des Facility Managements.

Reinigungsmanagement
Synonym:
Cleaning Management (international)

Reinigungsmanagement umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle von Reinigungsleistungen in Gebäuden und Außenbereichen.

Ein CAFM-System ermöglicht die Erstellung von Reinigungsplänen, Leistungsverzeichnissen und Qualitätskontrollen. Reinigungsintervalle können flexibel angepasst und durch digitale Checklisten dokumentiert werden. Über Auswertungen lassen sich Kosten, Flächenproduktivität und Qualität transparent darstellen. Die Integration mit Flächenmanagement und Dienstleistungsmanagement ermöglicht eine präzise Bedarfssteuerung.

Reservierungsmanagement
Synonym:
Buchungsmanagement

Reservierungsmanagement ist die Verwaltung von Buchungen für Räume, Arbeitsplätze oder technische Ressourcen.

Im CAFM können Nutzer über Webportale oder mobile Apps Ressourcen buchen, Änderungen vornehmen und Verfügbarkeiten prüfen. Das System verwaltet Ausstattungsdetails, Buchungszeiten und Kostenstellenzuordnungen. Reservierungsmanagement ist besonders relevant für Konferenzräume, Poolarbeitsplätze oder Gemeinschaftsflächen.

Retrofitting
Synonym:
Nachrüstung

Retrofitting ist die Nachrüstung von Bestandsmaschinen mit Komponenten zur Datenerfassung und Vernetzung. Es ermöglicht digitale Transparenz ohne Neuinvestition in Maschinen.

Retrofitting wird erfolgreich, wenn sinnvolle Signale zu Zustand, Stück oder Parameter ausgewählt und stabil über Sensorik oder Gateway erfasst werden. Fachliche Übersetzung von Signal zu Zustand oder Ereignis ist notwendig, sonst entstehen Daten ohne Steuerbarkeit. Datentransparenz ist das Ziel, nicht zwingend eine Maschinenmodernisierung.

Rüstgrad
Synonym:
Setup Rate

Rüstgrad ist der Anteil der Zeit, der für Rüstvorgänge aufgewendet wird. Er zeigt Umrüstpotenziale und Einfluss auf Produktivität.

Ein Rüstgrad setzt ein Zustandsmodell voraus, das Rüsten klar von Produktion und Stillstand trennt und Statuswechsel sauber zeitstempelt. Steuerbar wird der Wert, wenn Rüstgründe erfasst werden und damit Ursachen für hohe Rüstanteile sichtbar sind. Ergänzend helfen absolute Rüstzeiten, um Verbesserungen pro Auftrag zu bewerten.

S
Schließanlagenmanagement
Synonym:
Zutrittsmanagement

Schließanlagenmanagement umfasst die Verwaltung, Organisation und Dokumentation von Schließsystemen, Schlüsseln und Zutrittsberechtigungen.

Ein CAFM-System ermöglicht die digitale Erfassung von Schließplänen, Schlüsselnummern, Zylinderzuordnungen und Berechtigungsprofilen. Übergaben, Rücknahmen und Verlustmeldungen können dokumentiert und mit Verantwortlichkeiten verknüpft werden. Die Integration mit Sicherheits- und Arbeitsschutzmanagement erhöht die Transparenz und reduziert Sicherheitsrisiken. Moderne Systeme unterstützen auch elektronische Zutrittskontrollen und deren Anbindung an das CAFM.

Service Level Agreement
Synonyme:
SLA
,
Leistungsvereinbarung

Ein SLA ist eine vertragliche Vereinbarung über die zu erbringenden Leistungen und deren Qualitätskennzahlen zwischen Dienstleister und Auftraggeber.

Im CAFM können SLAs für Reaktionszeiten, Ausführungsqualitäten oder Verfügbarkeiten hinterlegt und automatisch überwacht werden. Die Messung erfolgt oft über definierte KPIs, die aus Betriebs- oder Serviceprozessen abgeleitet werden. SLAs sind ein zentrales Steuerungsinstrument im Dienstleistungsmanagement und unterstützen die Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen.

Sicherheitsmanagement
Synonym:
Security Management (international)

Sicherheitsmanagement bezeichnet die strategische und operative Steuerung aller Maßnahmen zum Schutz von Personen, Gebäuden, Anlagen und Informationen.

Im CAFM können Sicherheitskonzepte, Zutrittskontrollen, Alarmmeldungen und Notfallpläne zentral verwaltet werden. Die Anbindung an Videoüberwachung, Brandmeldeanlagen oder IoT-Sensoren ermöglicht ein proaktives Sicherheitsmonitoring. Über Schnittstellen zu Arbeitsschutz- und Betreiberverantwortungsmodulen lassen sich Sicherheitsmaßnahmen gezielt koordinieren und dokumentieren.

Smart Building
Synonym:
Intelligentes Gebäude

Ein Smart Building ist ein Gebäude, dessen technische Systeme über digitale Technologien vernetzt sind, um Betrieb, Komfort und Energieeffizienz zu optimieren.

CAFM-Systeme können Daten aus Smart-Building-Lösungen wie Gebäudeautomation, IoT-Sensorik oder Energiemanagementsystemen integrieren. Dadurch werden Echtzeitinformationen zu Raumklima, Belegung oder Energieverbrauch verfügbar. Diese Daten unterstützen präzise Steuerungsmaßnahmen, vorausschauende Wartung und nachhaltige Betriebsstrategien.

Störungsmanagement
Synonym:
Incident Management (international)

Störungsmanagement umfasst die Erfassung, Bearbeitung und Behebung von technischen oder organisatorischen Störungen im Gebäudebetrieb.

Ein CAFM-System ermöglicht die Erfassung von Störmeldungen über Webportale, mobile Apps oder IoT-Trigger. Tickets können automatisch an zuständige Stellen weitergeleitet, priorisiert und dokumentiert werden. Die Integration mit Instandhaltungs- und Vertragsmanagement sorgt für schnelle Reaktionszeiten und lückenlose Nachverfolgung.

T
Technisches Gebäudemanagement
Synonyme:
TGM
,
Technical Facility Management (TFM)

TGM umfasst die Verwaltung und Instandhaltung der technischen Infrastruktur und Anlagen eines Gebäudes.

Im CAFM werden TGM-Prozesse durch Module wie Instandhaltungsmanagement, Prüfmanagement oder Energiecontrolling unterstützt. Dazu gehören Wartungen, Inspektionen, Instandsetzungen und Modernisierungen technischer Systeme wie Heizungs-, Klima- oder Aufzugsanlagen. TGM ist eng mit Betreiberverantwortung und Gewährleistungsmanagement verbunden.

Thin Client
Synonym:
Web Client

Ein Thin Client ist ein browserbasierter Zugriff, der typischerweise für Recherche, Anzeige und Review genutzt wird.

Ein Thin Client ermöglicht Lesenzugriff auf Projekte, Ordner, Dokumente, Items, Stücklisten und Change-Prozesse, ohne eine vollwertige Desktop-Installation. Das ist hilfreich für Stakeholder außerhalb der Konstruktion, z. B. Fertigung, Einkauf oder Management. Links auf Thin-Client-Ansichten können das Teilen von Informationen in Abstimmungen erleichtern. Für PDM-Projekte unterstützt der Thin Client die Verbreitung freigegebener Informationen und reduziert Medienbrüche (z. B. PDF per E-Mail). Für authoring-nahe Aufgaben wie CAD-Bearbeitung oder Administration wird typischerweise ein Desktop-Client genutzt.

U
Umzugsmanagement
Synonym:
Relocation Management (international)

Umzugsmanagement ist die Planung, Organisation und Durchführung von Standort- oder Raumwechseln innerhalb einer Organisation.

CAFM-Systeme unterstützen Umzugsmanagement durch die digitale Abbildung von Umzugslisten, Zeitplänen und Ressourcenanforderungen. Raum- und Flächenbelegungen werden automatisch aktualisiert. Die Integration mit Flächenmanagement, Inventarmanagement und IT-Services ermöglicht eine reibungslose Umzugsdurchführung.

V
Verfügbarkeit
Synonym:
Anlagenverfügbarkeit

Verfügbarkeit ist der Anteil der tatsächlich verfügbaren Produktionszeit an der geplanten Betriebszeit. Sie ergibt sich aus geplanter Zeit minus Stillstandszeiten; geplante Pausen werden je nach Modell einbezogen oder separat behandelt.

Die Verfügbarkeit hängt direkt an korrekten Statuszeiten, ohne ein sauberes Zustandsmodell sind Werte nicht vergleichbar. Ursachen-Codes machen Stillstandsverluste steuerbar, weil sie nach Gründen priorisiert werden können. Ob produziert werden kann, steht im Fokus, nicht die Geschwindigkeit während der Laufzeit.

Vertragsmanagement
Synonym:
Contract Management (international)

Vertragsmanagement ist die Verwaltung, Überwachung und Optimierung von Verträgen über den gesamten Vertragslebenszyklus hinweg.

Im CAFM werden Vertragsdaten, Laufzeiten, Kündigungsfristen und finanzielle Konditionen zentral gespeichert. Automatische Benachrichtigungen informieren über relevante Termine. Vertragsmanagement ist häufig mit Modulen wie Dienstleistungs-, Miet- oder Kostenmanagement verknüpft, um vertragliche Verpflichtungen effizient zu steuern und Risiken zu minimieren.

Virtual Reality

Virtual Reality (VR) ist eine Technologie, die Nutzerinnen und Nutzer in eine vollständig computergenerierte, simulierte Umgebung eintauchen lässt.

Virtual Reality ermöglicht die immersive Betrachtung und Beurteilung von Modellen in einer simulierten Umgebung. Im CAD-Kontext dienen 3D-CAD-Daten als Grundlage, um Produkte, Maschinen oder Anlagen virtuell erlebbar zu machen. VR kann im Verkaufsprozess eingesetzt werden, um eine Produktpräsentation auf Basis eines 3D-Prototyps auch ohne Vor-Ort-Termin zu unterstützen. Ein weiteres Einsatzfeld ist die Einarbeitung sowie Schulung an Maschinen und Anlagen, etwa als Training am konstruierten Modell. VR ist von Augmented Reality abzugrenzen, da VR eine simulierte Realität erzeugt, während AR die reale Welt erweitert.

W
Wartungsplanung
Synonym:
Instandhaltungsplanung

Wartungsplanung legt Umfang, Intervalle und Ressourcen für Inspektionen, Wartungen und Prüfungen fest.

Im CAFM werden Fristen (z. B. DGUV/EN-Normen) gepflegt, Aufträge automatisch erzeugt, Kapazitäten verplant und Nachweise revisionssicher dokumentiert. KPIs wie Termintreue und Stillstandszeiten werden ausgewertet.

Werkerterminal
Synonym:
MES-Terminal

Ein Werkerterminal ist eine Bedienoberfläche am Arbeitsplatz für Anzeige und Rückmeldung in der Produktion. Es unterstützt Ausführung, Datenerfassung und papierarme Prozesse.

Das Werkerterminal steigert Datenqualität, wenn Maskenführung prozessgerecht ist und Pflichtfelder sowie klare Gründe vorsieht. Kontextbezogene Informationen wie Arbeitsvorrat, Dokumentenstand oder Parameteranforderung unterstützen die Ausführung am Arbeitsplatz. Für Leitstandanalyse ist das Terminal nicht gedacht.

Werkzeugdatenbank
Synonym:
Tool Database

Eine Werkzeugdatenbank ist ein zentraler Speicher für Werkzeuggeometrien und -parameter zur Verwendung in CAM.

Sie stellt sicher, dass CAM-Programmierer mit konsistenten Werkzeugdaten arbeiten und Simulationen realitätsnah sind. Werkzeugdatenbanken können lokal oder als SQL-Variante im Mehrbenutzerbetrieb genutzt werden. Über Import/Export lassen sich Daten aus Tool-Management-Systemen integrieren. Im Prozess Werkzeug definieren – Job programmieren – Simulation prüfen ist die Werkzeugdatenbank der Datenanker.

Werkzeugweg
Synonym:
Toolpath

Ein Werkzeugweg ist die berechnete Bahn, entlang der ein Werkzeug im Bearbeitungsprozess geführt wird.

Werkzeugwege entstehen aus Jobs und Bearbeitungszyklen und bilden die Basis für Simulation und spätere NC-Ausgabe. Änderungen an Frames, NCS oder Rohteil können Neuberechnungen nötig machen. Werkzeugwege werden im Projekt strukturiert verwaltet und in Prüfketten auf Kollisionen, Plausibilität und Ergebnisqualität bewertet. Als Prozessartefakt sind sie das zentrale Bindeglied zwischen Planung und NC-Code.

Z
Zählerstandserfassung
Synonyme:
Verbrauchserfassung
,
Zählerablesung
,
Meter Reading

Zählerstandserfassung bezeichnet die regelmäßige Aufnahme und Verarbeitung von Messwerten technischer Zähler (z. B. Strom, Wasser, Wärme, Gas) zur Verbrauchs- und Kostenanalyse.

Ein CAFM-System bündelt Zählerstammdaten, Zuordnungen zu Flächen/Anlagen und historische Messreihen. Zählerstände können manuell, mobil (App) oder automatisiert über Schnittstellen (z. B. Gateways/IoT) erfasst werden. Plausibilitätsprüfungen, Schätzwerte bei Ausfällen sowie Verteil- und Umlageschlüssel unterstützen eine korrekte Abrechnung. Dashboards zeigen Verläufe, Spitzenlasten und Auffälligkeiten; Alarme informieren bei Grenzwertüberschreitungen oder ausbleibenden Meldungen. Die Verknüpfung mit Kostenstellen, Verträgen und Instandhaltung erleichtert Budgetierung, Energiereports und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

Zeichnungsableitung
Synonym:
2D-Ableitung

Zeichnungsableitung ist das Erzeugen von 2D-Zeichnungen aus einem 3D-Modell inklusive Ansichten, Bemaßung und Dokumentationsrahmen.

Zeichnungsableitung erzeugt 2D-Dokumente aus 3D-Modellen, die häufig als formale Grundlage für Fertigung, Beschaffung oder Dokumentation dienen. Neben klassischer Ableitung spielen automatisierte Schritte eine Rolle, etwa bei wiederkehrenden Zeichnungsrahmen, Ansichten oder Standardannotation. In CAD-Prozessen ist Zeichnungsableitung eng mit Versionierung und Freigabe verknüpft, weil Zeichnungen oft als „gültige“ Ableitung eines bestimmten Modellstands verteilt werden.

Zugriffskontrolle
Synonym:
Access Control

Zugriffskontrolle regelt, wer welche Daten sehen, bearbeiten oder freigeben darf.

Zugriffskontrolle wird typischerweise über Berechtigungen, Rollen und Gruppen umgesetzt. Zusätzlich kann Zugriff zustandsabhängig sein, sodass ein Lifecycle-Status (z. B. Released) andere Rechte erlaubt als ein Bearbeitungsstatus. Hierarchische Sicherheitsmodelle ermöglichen unterschiedliche Rechte auf Projekte, Ordner, Dateien und Items. Für PDM-Projekte ist Zugriffskontrolle essenziell, um Freigaben verbindlich zu machen und unbeabsichtigte Änderungen zu verhindern. Sie ist außerdem wichtig, wenn externe Beteiligte Zugriff auf ausgewählte Daten erhalten sollen.

Zustandsüberwachung
Synonym:
Condition Monitoring

Zustandsüberwachung ist das kontinuierliche Beobachten definierter Maschinen- oder Prozesszustände. Sie dient der Früherkennung von Abweichungen.

Die Zustandsüberwachung benötigt ein eindeutiges Zustandsmodell und zuverlässige Signale, sonst entstehen Fehlalarme oder blinde Flecken. Wirksam wird sie, wenn Regeln und Grenzwerte mit klaren Reaktionen wie Alarm, Eskalation und Verantwortlichkeit gekoppelt sind. Operative Reaktion steht im Vordergrund, während Kennzahlen eher verdichten.

Zutrittskontrolle
Synonyme:
Zugangskontrolle
,
Zutrittsmanagement
,
Access Control

Zutrittskontrolle umfasst alle organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Steuerung, Überwachung und Protokollierung des Zugangs zu Gebäuden, Bereichen und Räumen.

Im CAFM werden Zutrittsrechte zentral verwaltet und mit Personen, Rollen und Bereichen verknüpft. Das System dokumentiert Ereignisse (z. B. Türöffnungen, verweigerte Zugriffe) und unterstützt Auswertungen für Sicherheit und Compliance. Schnittstellen zu Badge-/Lesesystemen, digitalen Schließanlagen oder Identity-Management ermöglichen die automatische Synchronisation von Berechtigungen. Über Workflows lassen sich Prozesse wie Besuchermanagement, Schlüsselverwaltung oder temporäre Zugänge steuern. In Kombination mit Flächen- und Sicherheitsmanagement können Zonen (z. B. Hochsicherheitsbereiche) definiert und revisionssicher nachverfolgt werden.

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